Ostern in der magischen Welt Großbritanniens


Obwohl in den Mauern von Hogwarts keine Form der Religion aktiv ausgeübt wird, scheint man dort Feste wie Weihnachten und Ostern in einer abgewandelten Form zu zelebrieren. Wie genau das wohl für euren Charakter an Ostern aussehen könnte, haben wir hier einmal als Gedankenanstoß für euch zusammengestellt. Natürlich wird jede Zaubererfamilie ihre eigenen Sitten habe – und wer aus einer Familie mit Muggeln stammt, wird wahrscheinlich auch mit traditionell christlichen Bräuchen in Kontakt gekommen sein. Es ist anzunehmen, dass sich die magische Gesellschaft lediglich von den Gepflogenheiten ihrer nicht-magischen und muggelstämmigen Mitmenschen bei der Erschaffung ihres eigenen (magischen) Osterns inspirieren ließ .


Das Osterfest



Für gewöhnlich beginnt das magische Osterfest erst am Ostersonntag, allerdings gibt es unter kräuterkundigen Hexen und Zauberern den Aberglaube, dass bereits der Freitag zuvor ein besonders guter Tag sei, um Petersilie und andere Kräuter anzupflanzen.

Traditionell findet am Ostersonntag dann die große Ostereiersuche statt. Hierfür werden entweder hartgekochte Hühnereier mit bemalter oder verzauberter Schale verwendet oder aber farbenfrohe, gefüllte Schokoladeneier versteckt, die die Kinder dann suchen sollen. Mit etwas Diricawl-Tinktur kann man für ältere Kinder und Jugendliche die Suche zusätzlich erschweren, da die Eier so mit einem lauten Knall immer mal wieder den Ort wechseln.

Natürlich gibt es in der magische Welt ein breites Repertoire an wunderschönen und exotisch aussehenden Eiern, sodass es in der Vergangenheit bei besonders exzentrischen Zaubererfamilien oft Gang und Gäbe war, die silbernen Eier des Occamy oder die anderer magischen Wesen zu verwenden. Heutzutage ist diese Tradition jedoch durch das Eingreifen des Zaubereiministeriums nahezu vollständig ausgestorben. Stattdessen versuchen magische Familien mit einigen Zaubertricks, ihre langweiligen Hühner- und Schokoladeneier etwas effektvoller wirken zu lassen. Zahlreiche Süßigkeitenläden wie der Honigtopf bieten zu Ostern eine große Auswahl an gefüllten Schokoladeneiern an, die das Aussehen von Phönix- und Dracheneiern imitieren sollen.

Pünktlich zum Ostersonntag spricht die Abteilung zur Führung und Aufsicht magischer Geschöpfe jedes Jahr aufs Neue eine Warnung aus:
Kamine, die ans Flohnetzwerk angeschlossen sind, sollten in der näheren Umgebung auf das Nest einer Aschwinderin überprüft werden. In der Vergangenheit hat es gerade zu Ostern unzählige Einweisungen von Kindern in das St.-Mungo-Hospital  gegeben, da sie bei der Eiersuche auf das Gelege einer Aschwinderin gestoßen sind und die glühend heißen Eier mit bloßen Händen berührt haben.

Bei dem Wesen, welches die Ostereier angeblich versteckt, ist sich die Zauberergemeinschaft übrigens bis heute uneins. Manche Eltern erzählen ihren Kindern, die Gnome würden sie verstecken, andere berichten hingegen von Wichteln. Mittlerweile ist es allerdings auch bei magischen Familien zum Trend geworden, von einem sogenannten “Osterhasen” zu sprechen. Gemeint ist dabei allerdings ein transfigurations-begabtes Kaninchen, wie es in magischen Menagerien erworben werden kann. Diese speziell gezüchteten, magischen Kaninchen können sich zumeist in Zylinder und allerlei andere Kopfbedeckungen – mit viel Training allerdings auch in Felsen, Zäune und Büsche – verwandeln. Es bietet sich daher an zu behaupten, dass ein solcher Tarnkünstler für das Verstecken der Ostereier zuständig sei.
 


Das Osteressen



Das, was in magischen Familien über die Ostertage auf den Tisch kommt, unterscheidet sich zumeist nicht von dem, was auch in britischen Muggelfamilien kredenzt wird. Jedoch ist die religiöse Zuschreibung mancher Speisen wie den “Hot Cross Buns” oder dem Simnel-Kuchen mittlerweile verloren gegangen.

Zum Mittagessen wird in Großbritannien gerne Osterlamm (mit Minzsoße) oder Osterschinken mit “Jersey Royal”-Kartoffeln als Beilage serviert. Als Ostergebäck schlechthin gelten die sogenannten “Hot Cross Buns”, süße Heißwecken mit Rosinen, Zimt und Muskat, die auf verschiedenste Arten und Weisen mit einem Kreuz versehen werden. Dazu gibt es an Ostern noch einen speziellen Obstkuchen, den Simnel-Kuchen, der mit Marzipankugeln dekoriert wird (in magischen Familien typischerweise sieben, in Muggelfamilien hingegen elf). 
 


Osterferien auf Hogwarts



In Hogwarts beginnen jedes Jahr knapp vor Ostern die zweiwöchigen Osterferien, an denen es den Schülerinnen und Schülern gestattet ist, zu ihren Familien nach Hause zu fahren. Diejenigen, die es allerdings vorziehen auf Hogwarts zu bleiben, nutzen diese zusätzliche Zeit zumeist, um sich auf ihre Prüfungen und Abschlüsse vorzubereiten.
Für gewöhnlich schicken die Familien zu Ostern eine Eule mit allerlei Naschkram, besonders beliebt sind dabei gefüllte Schokoladeneier. Am Ostersonn- und -montag wird in der Großen Halle zusätzlich ein Festessen kredenzt, bei dem oster-typische Speisen angeboten werden.

Auf Schulleiter Dumbledores ausdrücklichen Wunsch bereitet der Wildhüter Hagrid jedes Jahr für alle Schülerinnen und Schüler eine besonders schwierige Eiersuche mit stetig verschwindenden, goldenen Schokoladeneiern vor. Oftmals nehmen allerdings nur die jüngeren Jahrgänge dieses Beschäftigungsangebot wahr.

 

Comments are closed.